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SAP SE WDF22 Walldorf, 2019

Ideenwettbewerb

2019

Neubau Büro- und Verwaltungsgebäude

Der geplante Neubau WDF 22 vervollständigt das Ensemble um die neue Campus-Mitte. Der 3-geschossige Gebäudesockel entlang der Campus-Allee ergänzt die fehlende nordöstliche Platzkante. Mit einem deutlichen Rücksprung an der Campus-Mitte korrespondiert der Neubau mit dem gegenüberliegenden Gebäude WDF 21. Oberhalb der Sockelgeschosse löst sich der Baukörper in einzelne versetzt angeordnete Hochpunkte mit unterschiedlicher Geschossigkeit auf. Dadurch reagiert der Neubau flexibel auf die heterogene Umgebung aus Campus-Gebäuden, Dünenlandschaft und benachbarter Wohnbebauung. Die aufgelockerte Gebäudestruktur stellt eine gute Luftdurchströmung und unverbaute Blickbezüge zwischen Rheinebene und Odenwald sicher. Den Auftakt mit 60 Meter Gebäudehöhe bildet der Hochpunkt an der Campus-Mitte. Hier befindet sich auch der Haupteingang des Neubaus WDF 22. In Richtung Wohnbebauung und Sanddüne erscheint der Neubau mit einer deutlich reduzierten Höhenentwicklung. Die fußläufige Haupterschließung des Neubaus mit einer repräsentativen Eingangshalle liegt an der Campus-Mitte in Nähe der neuen Bushaltestelle. Der Anliefer- und PKW-Verkehr wird bereits am Verkehrskreisel abgefangen. Hier befinden sich die Zufahrten zur Tiefgarage und zum Anlieferhof.

Die Konzeption des Neubaus beruht auf autark funktionsfähigen Bausteinen, die über die Sockelgeschosse miteinander vernetzt sind. Die kleinteilige Struktur lässt sich innerhalb des architektonischen Konz eptes bedarfsorientiert anpassen. Geschossigkeit und Anzahl der einzelnen Bausteine können zukünftigen Anforderungen angepasst werden.

Das äußere Erscheinungsbild ist geprägt durch die in der ersten Fassadenebene abgebildete Tragstruktur im Raster von 1,35m und 2,70m. Das „Grid“ bindet alle Gebäudeteile zu einer Großform zusammen.
In einer zweiten Ebene bilden einschalige Fensterelemente mit außenliegendem Sonnenschutz und raumhoher Verglasung die thermische Hülle. Die Fensterteilung ermöglicht Trennwandanschlüsse im Raster von 1,35m. Für Reinigungszwecke sind alle Fenster zu öffnen. Die nach innen orientierten Gebäudeseiten der Hochpunkte und der Innenhöfe erhalten begrünte Fassaden. An die Stelle des Grids tritt ein Rankgerüst mit Pflanztrögen auf jeder Deckenebene.
Die Fassadenbegrünung reduziert die Aufheizung der Fassade in den Sommermonaten. Der Blick ins Grüne von jeder Ebene aus erhöht die Aufenthaltsqualität und hat einen positiven Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit und Gesundheit der Mitarbeiter.

Die Planung des Neubaus WDF 22 führt das Konzept „grüner Campus“ weiter. Es sollen möglichst alle Mitarbeiter und Besucher von abwechslungsreich gestalteten Grünflächen profitieren. So wird nicht allein die Außenanlage gestaltet, sondern darüber hinaus das Gebäude in der dritten Dimension mit der Landschaft verwoben. Die offene Gebäudestruktur schafft attraktive Freiflächen auf der Ebene des 3. Obergeschosses, die als Landschaftsgarten von den Mitarbeitern genutzt werden können. Die begrünten Fassaden harmonieren mit der ländlich geprägten Umgebung und schaffen eine angemessene Maßstäblichkeit, insbesondere in der Fernwirkung.

Nächstes Projekt:TPMA1, 2019
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