Generalsanierung NTM
Der Theaterbau am Goetheplatz zählt zu den prägnanten Zeugnissen der Nachkriegsmoderne der 1950er-Jahre. Als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung steht er unter Denkmalschutz. Nach mehr als sechs Jahrzehnten kontinuierlicher Nutzung machen bauliche Verschleißerscheinungen, veraltete technische Anlagen und erhöhte Anforderungen an den Brandschutz eine umfassende Sanierung erforderlich.
Die Eingriffe betreffen sämtliche öffentlichen, künstlerischen und technischen Bereiche des Hauses. Der bestehende Orchesterprobesaal wird erweitert und in die Tiefe entwickelt, um das für heutige akustische Anforderungen notwendige Raumvolumen zu schaffen. Östlich des Pavillons entsteht unter dem Goetheplatz ein neues Probezentrum mit Stimmzimmern, Chorprobesaal und Aufenthaltsbereichen. Drei rund sieben mal sieben Meter große Lichthöfe bringen Tageslicht in die unterirdischen Räume. Ihre Positionierung nimmt die lineare Struktur des Platzes auf und führt diese räumlich fort.
Das Probezentrum wird unterirdisch an den Bestand angebunden. In Richtung Friedrichsring ergänzen neue Technik- und Werkstatträume das bestehende Raumprogramm. Oberirdisch bleiben die denkmalgeschützte Gestalt des Ensembles und die Offenheit des Goetheplatzes weitgehend erhalten.
Seit der Schließung des Hauses im Frühjahr 2022 findet der Spielbetrieb in Interimsspielstätten statt. Die Wiedereröffnung ist nach der Sommerpause 2028 vorgesehen.
News: Beauftragung zur Generalsanierung des NTM