KÄTHE-KOLLWITZ-SCHULE, 2007

Mannheim

2007

Schlüsselfertige Erstellung Schulgebäude mit Kinderhaus

Die Stadt Mannheim hat im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Verfahrens die BBS Bau- und Betriebsgesellschaft mbH beauftragt vorerst sieben Schulen in Mannheim zu sanieren bzw. einen Neubau in erforderlichem Maße sicherzustellen. Die BBS ist dabei nicht nur für Sanierung oder Neubau verantwortlich, sondern auch für den Betrieb und die Instandhaltung der entsprechenden Projekte. Für fünf der sieben Schulen ist ein Neubau geplant. Aus einem Architektenwettbewerb gingen Vorschläge für ein „modulares“ Schulbausystem hervor.

Als Ergebnis dieses Wettbewerbs wurde der Entwurf des Büros Schmucker und Partner Planungsgesellschaft mbH zur Umsetzung empfohlen. Im ersten Schritt wurde, sozusagen als „Pilotprojekt“, die Planung für die Käthe-Kollwitz-Schule mit integriertem Kinderhaus auf der Grundlage Wettbewerbs überarbeitet und der Bauantrag gestellt. Im Rahmen der Entwurfsplanung wurden die zukünftigen Nutzer im Sinne einer „integrierten Planung“ intensiv in den Prozess miteinbezogen. Der Auftrag für die schlüsselfertige Erstellung des Gebäudes wurde an die Arbeitsgemeinschaft BilfingerBerger / Züblin vergeben.

Die nun anstehende Umsetzung der Baumaßnahme hat Modellcharakter. Die Maßnahme umfasst den Neubau einer 3-zügigen Grundschule mit Kinderhaus. Die beiden Funktionsbereiche sollen in zwei Bauabschnitten errichtet werden. Nach Fertigstellung des Kinderhauses (1. Bauabschnitt) wird der bestehende Kindergarten abgebrochen. An dessen Stelle wird im 2. Bauabschnitts die Schule neu errichtet.

Danach wird der bestehende Schulbau abgebrochen und die Außenanlagen neu gestaltet. Die bestehende Turnhalle wird erhalten, der Eingangsbereiche jedoch neu gestaltet und etwas erweitert.

Erläuterungen zum Entwurf

Die Entwurfskonzeption, die dem Gebäude zugrunde liegt ist im Grundriss leicht zu erkennen. An eine mittlere Erschließungszone liegen zwei „Raumschienen“ an. Im Westen sind die Klassen- und Gruppenräume aufgereiht. Dabei verfügt das Kinderhaus über sechs Gruppenräume und drei Ruheräume, die in der Nutzung/Belegung jedoch völlig flexibel sind. In der Schule sind im Westen die zwölf Klassenräume angeordnet. Im Osten sind alle übergeordneten Funktionen (Multifunktionsräume, Verwaltung, Sanitärbereiche, Lager, etc.) organisiert.

Der Zwischenbereich ist von zentraler Bedeutung für den Entwurf. Er ist großzügig und durch Öffnungen in den Decken wird ein räumlicher Bezug über alle drei Ebenen hergestellt. Im Dach stellen große Lichtbänder über den Öffnungen eine natürliche Belichtung, auch der Erdgeschosserschließung, sicher. Diese mittlere Zone zeichnet sich durch ihre Lichte und Weite aus und hat über großflächigen Verglasung an den kurzen Gebäudeseiten einen direkten Außenbezug. In zwei der fünf großen Öffnungen sind breite Treppen angeordnet, die direkte Verbindungen zwischen den Geschossen schaffen. Daneben gibt es in jeder Nutzungseinheit ein geschlossenes Treppenhaus, das als Fluchttreppenhaus dient aber auch im Alltag sicherstellt, dass die große Zahl an Schülern zügig in den Pausenhof gelangt.

Diese geschlossenen Treppenhäuser sind an den Gebäudeecken angeordnet und mit einer markant gestalteten Fassade versehen. Das für jede Schule einzeln entwickelte Fassadenmotiv macht jedes Gebäude (trotz der modularen Bauweise) zu einem Unikat.

Nächstes Projekt:WOHNHAUS II, 2007
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